DHBW Forschungstag - Vernetzen für eine smarte und nachhaltige Zukunft

Ursprünglich am Mannheimer Standort geplant, fand der Forschungstag dieses Jahr das erste Mal digital statt und gab Interessierten völlig ortsunabhängig Einblick in die vielfältige, zukunftsorientierte Forschungsarbeit der DHBW.

Das virtuelle Format war zwar eine Herausforderung, denn das primäre Ziel des Forschungstags ist die Förderung von Vernetzung, um neue Synergien zu schaffen und die Forschung an der DHBW voranzutreiben. Doch dank des Einsatzes und Ideenreichtums der Akteur*innen vor und hinter den Kulissen wurde die Veranstaltung ein voller Erfolg: Nicht nur die Bandbreite der vorgestellten Projekte zum Thema „Smarte und nachhaltige Zukunft“ sorgte für kontinuierliches digitales Klatschen. In diesem Jahr wurde der Forschungstag auch erstmals für Duale Partner geöffnet. Im Rahmen des ersten DHBW Science Slams nutzten kooperativ Promovierende an der DHBW die virtuelle Bühne, um auf unterhaltsame Weise ihre Promotionsprojekte zu präsentieren.

Blick auf Potenziale, Blick in die Zukunft

Zu Beginn unterstrich DHBW-Vizepräsident Prof. Dr. Peter Väterlein den Stellenwert anwendungsorientierter Forschung: „Der Transfer von Wissen aus der Hochschule in die Praxis von Unternehmen, sozialen und gesundheitsnahen Einrichtungen und umgekehrt ist eine der zentralen Säulen der Forschung an der DHBW. Als Wissenspartner schaffen wir hierdurch den Raum für Innovationen in der Praxis. Deshalb sprechen wir nicht nur von Forschung, sondern von Forschung, Innovation und Transfer. Ich freue mich deshalb sehr, dass auch die Dualen Partnerunternehmen beim DHBW Forschungstag dabei sind. So wird sichtbar, wie Forschung an unserer Hochschule gelebt wird.“ Auch Prof. Dr. Georg Nagler, Rektor der DHBW Mannheim, betonte in seiner Begrüßungsrede: „Am Beispiel Industrie 4.0 erkennt man deutlich, dass gerade die Einheit von Praxis und angewandter Forschung auf wissenschaftlicher Basis zu Erfolgen führen kann, die man nicht für möglich gehalten hat.“ Durch diese Kombination sei die DHBW nicht nur der beste Weg, um eine breite Trägerschaft des Wissens zu qualifizieren; sie sei auch ein Eckpfeiler für das Land, um für die Herausforderungen der Zukunft gewappnet zu sein. „Der enge Kontakt zur Wissenschaft inspiriert uns und wir erhalten wichtige Impulse für unseren Erfolg“, resümierte auch Keynote Speaker Markus Ochsner, Vorstandsvorsitzender der ABB AG Deutschland, in seinem Plädoyer für die angewandte Forschung.

Informieren, vernetzen, lachen – Wissenstransfer von heute

Nach den einleitenden Worten ging es in den Austausch. Sowohl in den Vormittags- als auch in den Nachmittagssessions wurde in den 7 Themenfeldern Industrie, Gesundheit, Digitalisierung, Kultur und Inklusive Gesellschaft, Mobilität, Smart Teaching und Studierendenauswahl Forschungsprojekte vorgestellt, in Chats diskutiert und Fragen beantwortet. Ob „Smarte Prozesse und Produktion“, „Innovation durch Entwicklung neuer Verfahren und Antriebe“ oder „Einfluss der Digitalisierung auf den Menschen“, soziale Fragestellungen wurden genauso berücksichtigt wie technische. Vor allem aber wurde der Blick auf Potenziale gerichtet. Außerdem präsentierte FIRE@DHBW, das Female International Research Network, Projekte und Forschungsschwerpunkte von Forscher*innen der DHBW und aus Afrika. In einem Diskussionsforum zur forschungsintegrierten Lehre im Master am CAS der DHBW wurden weitere Weichen gelegt, für die Weiterentwicklung der Hochschule in diesem Bereich. Die Teilnehmenden sprachen sich dafür aus, weiter daran zu arbeiten, auch Masteranden die Möglichkeit zu geben, sich mehr in der Forschung zu engagieren. Die Mittagszeit konnte außerdem genutzt werden, um sich mit Hilfe von Postern über weitere Forschungsprojekte an der DHBW zu informieren und das Beste zu prämieren. Gewonnen hat Elena Foitzik von der DHBW Ravensburg mit dem Projekt „Entwicklung einer Sustainability Balanced Scorecard“.

„Wissenschaftskommunikation vom Feinsten“

Ein Highlight des Tages war außerdem der erste DHBW Science Slam. Bei dem, von Sven-Daniel Gettys moderierten Slam „Rockkonzert der Wissenschaft“ präsentierten neun der insgesamt 60 kooperativ Promovierenden an der DHBW ihre Dissertationsprojekte unterhaltend und leicht verständlich in sieben Minuten. Via Online-Abstimmung wurden am Ende des Tages auch die drei besten Slammer*innen gekürt: Khaled Al-Dabbas (DHBW Villingen-Schwenningen) mit dem Thema „Blockchain-Anwendungen im Mobilitäts- und Verkehrswesen“ auf Platz 1, Franziska Baar (DHBW Ravensburg) auf Platz 2 und Maximilian Schwing (DHBW Stuttgart) auf Platz 3.

Zum Abschluss des virtuellen Forschungstags übergaben DHBW-Vizepräsident Prof. Dr. Peter Väterlein und Rektor Nagler gemeinsam mit Prof. Dr. Volker Schulz den Stab an Prof. Dr. Simon Ottler (Prodekan Forschung) der DHBW Ravensburg. Dort findet der nächste DHBW-Forschungstag am 11. Februar 2022 statt.

Rückblick auf das Programm des Forschungstags 2021