Erstes Netzwerktreffen der Tandem-Professor*innen an der DHBW
Neue Wege in die Professur brauchen nicht nur gute Konzepte, sondern auch starke Netzwerke. Genau darum ging es bei der ersten Netzwerkveranstaltung der Tandem-Professor*innen der DHBW.
Zum ersten Mal kamen die Tandem-Professor*innen an einem Ort zusammen, um sich kennenzulernen, zu vernetzen und sich über ihre bisherigen Erfahrungen und Herausforderungen mit der Tandem-Professur auszutauschen. Ergänzt wurde das Programm durch Impulse zur dualen Lehre und zu Unterstützungsangeboten.
Die Tandem-Professur ist ein Erprobungsmodell, das an der DHBW im Rahmen des Academic Career Center umgesetzt wird. Ziel ist es die Nachwuchswissenschaftler*innen innerhalb der Projektlaufzeit auf eine reguläre Professur vorzubereiten und die Berufungsfähigkeit zu erreichen.
Dafür sind folgende Voraussetzungen zu erfüllen:
- Eine abgeschlossene Promotion
- Mindestens fünf Jahre Berufserfahrung, davon drei Jahre außerhalb der Hochschule
- Pädagogische Eignung, z. B. durch Lehrerfahrung
Die Tandem-Professor*innen sind während des Projekts zu 60% bei einem Praxisunternehmen und zu 40% in der Lehre an der DHBW tätig. Durch diese Kombination haben Sie die Möglichkeit, die individuell noch zu erfüllenden Berufungsvoraussetzungen zu erwerben. Die insgesamt acht Tandem-Professuren verteilen sich auf verschiedene DHBW Standorte und Fachbereiche, um verschiedene Erfahrungen zu sammeln.
Bis 2028 finden jährlich zwei Netzwerkveranstaltungen statt. Gleichzeitig wird das Projekt kontinuierlich evaluiert. Das Besondere am Erprobungsmodell ist, dass beide Seiten voneinander lernen. Die DHBW gewinnt wertvolle Erkenntnisse für die Weiterentwicklung neuer Karrierewege und die Tandem-professor*innen gestalten diesen Prozess aktiv mit. Diesen Aspekt betonte auch Prof. Dr. Martina Klärle in ihrer Begrüßung.
Auch Prof. Dr. Seon-Su Kim hieß die Tandem-Professor*innen willkommen. Gemeinsam mit Prof. Dr. Beate Land hat er das Projekt beim Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt eingeworben. Als erfahrener Professor der DHBW beantwortete er außerdem zahlreiche Fragen rund um die Professur und gab wertvolle Tipps für die Anfangszeit.
Einen weiteren inhaltlichen Schwerpunkt setzte Prof. Dr. Doris Nitsche-Ruhland mit ihrem Beitrag zum Theorie-Praxis-Transfer in der dualen Lehre. Aus ihrer langjährigen Erfahrung als Professorin und Vizepräsidentin für Lehre der DHBW zeigte sie Besonderheiten und Erfolgsfaktoren der Lehre an der DHBW auf. Ergänzt wurde das Programm durch Sarah Henninger, die das DHBW Zentrum für Hochschuldidaktik und lebenslanges Lernen mit den vielfältigen Unterstützungsangebote für Professor*innen vorstellte.
Ein herzlicher Dank alle Tandem-Professor*innen, die diesen neuen Karriereweg aktiv mitgestalten. Wir wünschen alles Gute auf diesem Weg und freuen uns darauf, sie dabei zu begleiten.