DHBW beteiligt sich am Projekt „Demokratie und Gleichstellung im Betrieb“

Seit Anfang des Jahres engagieren sich Kolleg*innen der DHBW im Projekt „Demokratie und Gleichstellung im Betrieb“ (DEGIB). Ziel des Modellvorhabens ist es, Demokratie im Betrieb zu stärken, Gleichstellung zu fördern und praxistaugliche Konzepte für unterschiedliche Organisationen und Branchen zu entwickeln.

Demokratie ist für Hochschulen kein abstrakter Begriff, sondern eine grundlegende Voraussetzung für Forschung, Lehre und das tägliche Miteinander. Wissenschaft und Lehre entfalten ihr Potenzial dort am besten, wo Freiheit, Teilhabe und demokratische Werte geschützt, ermöglicht und im Hochschulalltag tatsächlich gelebt werden. Zugleich sind Gleichstellung, Menschenwürde, Chancengleichheit und ein diskriminierungsarmes Umfeld keine Randthemen, sondern elementare Bestandteile einer demokratischen Hochschulkultur. Für die DHBW gehört all das zu ihrem Selbstverständnis als staatliche Hochschule.

Mit ihrer Beteiligung am Projekt „Demokratie und Gleichstellung im Betr ieb“ macht die DHBW dieses Selbstverständnis sichtbar und bringt ihre Erfahrungen aus Wissenschaft und öffentlicher Daseinsvorsorge in einen größeren, organisationsübergreifenden Entwicklungsprozess ein. Das Modellvorhaben wird von EAF Berlin im Rahmen des Programms „Wandel der Arbeit sozialpartnerschaftlich gestalten: weiter bilden und Gleichstellung fördern“ umgesetzt und durch das Bundesamt für Arbeit und Soziales sowie den Europäischen Sozialfonds gefördert. Es ist auf drei Jahre angelegt.

Das Projekt verfolgt das Ziel, demokratische Kultur und Gleichstellung in Organisationen nachhaltig zu stärken. Dazu sollen sozialpartnerschaftliche Ansätze weiterentwickelt, Beschäftigte und Führungskräfte aus unterschiedlichen Branchen zu Demokratielots*innen qualifiziert und innovative Konzepte für demokratische Prozesse, Teilhabe und Gleichstellung erarbeitet werden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt darauf, diese Ansätze langfristig in den beteiligten Organisationen zu verankern. Die Qualifizierung umfasst Workshop- und Schulungsangebote sowie insgesamt acht Module, die sich unter anderem mit Demokratie im Betrieb, kollegialem Miteinander, teilhabeorientierter Unternehmenskultur, betrieblichen Strategien sowie Transfer und Vernetzung befassen.

Für die DHBW ist die Teilnahme an diesem Projekt in besonderer Weise anschlussfähig: Hochschulen sind Orte des Austauschs, der Auseinandersetzung und des gemeinsamen Lernens. Demokratische Mitwirkung in Gremien, die Bindung an die Werte des Grundgesetzes, die Freiheit von Forschung und Lehre sowie der Anspruch, Chancengleichheit aktiv zu fördern und respektvolles Zusammenleben zu gestalten, prägen ihr institutionelles Selbstverständnis. Gerade deshalb ist es für die DHBW wichtig, sich mit Fragen demokratischer Kultur, Gleichstellung und Teilhabe nicht nur theoretisch zu befassen, sondern diese Themen auch innerhalb der eigenen Organisation weiterzuentwickeln.

Mit der Beteiligung an „Demokratie und Gleichstellung im Betrieb“ setzt die DHBW ein sichtbares Zeichen für demokratische Kultur, Vielfalt und Gleichstellung. Zugleich eröffnet die Teilnahme die Möglichkeit, neue Impulse für die eigene Organisation aufzunehmen, gemeinsam mit anderen Einrichtungen Good Practices weiterzudenken und zu erproben, wie sich demokratische Werte und chancengerechte Strukturen im Arbeitsalltag nachhaltig stärken lassen.