EU4Dual Annual Conference 2026 in Heilbronn: Europäische Hochschulallianz setzt starke Impulse für Gesundheit, Innovation und Zukunft der Arbeit
Die EU4Dual Annual Conference 2026 fand am 22. und 23. April auf dem Bildungscampus Heilbronn statt und brachte über 400 Teilnehmende aus mehr als 16 Ländern zusammen. Unter dem Leitthema „Dual Innovation for a Healthier Tomorrow“ stand die Frage im Mittelpunkt, wie duale Hochschulbildung zur Bewältigung zentraler gesellschaftlicher Herausforderungen in Europa beitragen kann.
(v.l.n.r.: Gordana Nikolic, Dean, PAR University, Rijeka, Kroatien, Tamás Fülöp, Rector, John v. Neumann Univ, Kecskemet, Ungarn, Martina Klärle, Präsidentin, DHBW, Vicente Atxa, Rector, Mondragon University, Mondragon, Spanien, Stephen Vella, Principal, MCAST, Malta, Corinna Engelhardt-Nowitzki, Rector, FH Joanneaum, Graz, Austria, Patxi Elissalde, General Director, ESTIA, Bidart, France, Mikko Vuoristo, Vice President, Savonia University, Kuopio, Finland, Danuta Zawadzka, Rector, Koszalin University of Technology, Poland)
Eröffnung mit europäischen und industriellen Perspektiven
Die Konferenz wurde durch Beiträge aus Wissenschaft, Politik und Industrie eröffnet. Neben der Präsidentin der DHBW und Vertreter*innen der EU4Dual-Allianz gaben auch Stimmen aus dem Hochschulumfeld, Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg sowie der Europäischen Kommission Einblicke in die Zukunft der europäischen (dualen) Bildungs- und Forschungslandschaft.
Zentrale Zukunftsthemen im Fokus
In Keynotes, Panels und parallelen Sessions standen die vier Themenfelder der Allianz im Fokus: Dual Higher Education, Future of Work, Green Economy und Healthy Living. Dabei wurde deutlich, dass duale Studienmodelle ein zentraler Baustein zur Bewältigung von Fachkräftemangel, nachhaltiger Transformation und Herausforderungen im Gesundheitswesen sind.
Ein besonderes Highlight bildete die Round-Table-Diskussion „The Future of Healthy Living in Europe“, in der internationale Expert*innen zukünftige Anforderungen an Gesundheitsversorgung und Ausbildung diskutierten.
Innovation, Microcredentials und Student Mobility
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Weiterentwicklung innovativer Bildungsformate. Im Fokus standen sogenannte Microcredentials – kompakte, zertifizierte Lerneinheiten zur Vermittlung spezifischer Kompetenzen. In einem interaktiven Workshop diskutierten Vertreter*innen aus Hochschulen und Unternehmen deren Potenzial für die Kompetenzentwicklung sowie Ansätze zur Skalierung im europäischen Kontext.
Im Panel „From Exchange to Employability“ wurde die Bedeutung von Studierendenmobilität für Unternehmen wie SAP und Accenture hervorgehoben. Internationale Studien- und Praxiserfahrungen gelten zunehmend als Schlüssel für Employability und Fachkräfteentwicklung.
EU4Dual Research & Innovation Prize
Ein Höhepunkt der Konferenz war die Verleihung des EU4Dual Research & Innovation Prize. Ausgezeichnet wurde das Projekt „Student-led projects for Adaptation and Mitigation in Health Care institutions“ von Dr. Christin Löffler (Klinikum Heilbronn) und Prof. Dr. Margrit Ebinger (DHBW Stuttgart) gemeinsam mit dual Studierenden der Studiengänge Angewandte Gesundheits- und Pflegewissenschaften sowie Gesundheitsmanagement.
Die Jury würdigte insbesondere den hohen Praxisbezug, die aktive Einbindung der Studierenden sowie den konkreten Beitrag zur Transformation von Gesundheitseinrichtungen im Umgang mit Klimawandel und Nachhaltigkeitsanforderungen.
Vielfalt an Forschung, Praxis und interdisziplinären Ansätzen
Das Programm bot eine breite Plattform für Beiträge aus allen Themenfeldern der Allianz. Präsentiert wurden aktuelle Forschungsergebnisse – von Künstlicher Intelligenz in der Industrie über nachhaltige Energiesysteme bis hin zu innovativen Ansätzen im Gesundheitswesen. Besonders hervorzuheben ist das internationale Matchmaking-Format, in dem Forschende und Praxispartner gemeinsam neue Projektideen entwickelten und EU-Forschungskooperationen anbahnten.
Europäische Zusammenarbeit mit Zukunftsperspektive
Die EU4Dual Annual Conference 2026 hat gezeigt, wie eng Hochschulen, Wirtschaft und Studierende in der dualen Hochschulbildung zusammenwirken. Dieser Austausch trägt wesentlich zur Weiterentwicklung von Innovation und Bildungsformaten in Europa bei. Die gewonnenen Impulse werden in die Weiterentwicklung dualer Studienmodelle einfließen und die Zusammenarbeit innerhalb der Allianz weiter stärken.
Annual Conference 2027 in Graz
Die nächste EU4Dual Annual Conference wird 2027 von der FH JOANNEUM in Graz ausgerichtet. Wir freuen uns darauf, neue Impulse aufzunehmen und gemeinsam mit Partnern innovative Ansätze zur Weiterentwicklung der dualen Hochschulbildung zu diskutieren.
(Quelle: L-TV Landesfernsehen)