Gesprächsführungstraining für studentische Ansprechpersonen bei sexueller Belästigung und Gewalt

Zum Schutz vor sexueller Belästigung und zur Verbreitung eines grenzachtenden Umgangs innerhalb der DHBW wurden im Rahmen eines Seminars Peer-Ansprechpersonen ausgebildet, die ratsuchenden Mitstudierenden einen niedrigschwelligen Zugang bieten können, um sexualisierte Diskriminierung und Belästigung zu thematisieren. Die studentischen Ansprechpersonen sind Teil des Awareness-Teams ‚A-Team‘ der DHBW Villingen-Schwenningen. Das A-Team arbeitet mit den professoralen Ansprechpersonen Rahel Gugel und Karin E. Sauer (Fakultät Sozialwesen) sowie Clive Flynn (Fakultät Wirtschaft) zusammen, um für sexualisierte Gewalt zu sensibilisieren.

Das Seminar umfasste Inhalte zu Grenzachtung, Macht, Gewalt, Gender und sexualisierter Belästigung. Dazu reflektierten die Studierenden systematisch ihr eigenes Erfahrungs- und Handlungswissen. In Übungen zu nondirektiver Gesprächsführung nach Carl Rogers entwickelten sie Kompetenzen für einen wertschätzenden, empathischen und kongruenten Umgang mit Unterstützungssuchenden.

Daraufhin absolvierten sie ein intensives Training mit insgesamt vier Co-Trainerinnen, um ihre Rolle als Ansprechpersonen in unterschiedlichen Szenarien der Kommunikation mit Ratsuchenden durchzuspielen.

Die Organisation und Leitung des Trainings übernahm Prof.in Dr. Karin E. Sauer als Ansprechperson bei sexueller Belästigung, Gewalt und Diskriminierung der DHBW VS. Thomas Elgner brachte als Gruppendynamiker und Heilpraktiker für Psychotherapie Elemente zur Selbsterfahrung ein. Buntretsu Lizurek, Gründungsmitglied des A-Teams und Absolvent:in der DHBW VS leitete mit Kollegin Lena Raisdanai der Dualen Partnereinrichtung Nikolauspflege praxisbasierte Inputs an. Zusätzlich teilte Sam Müller Erfahrungen aus der aktuellen Arbeit des A-Teams, wie z.B. einer Aktion am vergangenen Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen.