Energizing a sustainable industry – DHBW präsentiert sich auf der Hannover Messe

Vom 22. bis 26. April 2024 präsentiert sich die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) erneut auf der weltweit größten Industriemesse, der Hannover Messe. Dieses Jahr steht alles unter dem Motto „energizing a sustainable industry“. Am Gemeinschaftsstand des Landes Baden-Württemberg werden deshalb Projekte aus den Bereichen Elektrotechnik, KI und maschinelles Sehen mit dem Fokus auf nachhaltige und effiziente Prozesse und Arbeitswelten vorgestellt.

In diesem Jahr stellt die DHBW drei praxisnahe und industrieorientierte Exponate aus Lehre und Forschung vor. Die Projekte sind in Zusammenarbeit von Studierenden entwickelt worden, die an der DHBW bereits im Bachelorstudium in Forschung & Entwicklung eingebunden werden. Ziel der Projekte ist der Transfer und damit die Anwendung entweder in der Wirtschaft oder in der Lehre. Durch die enge Verzahnung von Theorie und Praxis tragen die Studierenden das Wissen in ihre Unternehmen. Über diese Multiplikation haben Forschungsergebnisse eine breite Transferwirkung.

Spannende Fachvorträge

Der erste Messetag steht ganz im Zeichen des 50jährigen Jubiläums der Hochschule. Am Nachmittag erwarten die Besucher*innen vor Ort drei spannende Fachvorträge zu den nachfolgend beschriebenen Exponaten.

15.45 Uhr: Online-Plattformen für eine digitale Beschaffung
16.30 Uhr: Smarte autonome Transportfahrzeuge und Maschinelles Sehen
17:15 Uhr: Automatische Oberflächenbearbeitung von Faserverbundkunststoffen

Der Tag wird durch einen Abendempfang für geladene Vertreter*innen der Geschäfts-, Personal- und Ausbildungsleitungen der 9.000 Partnerunternehmen abgerundet.

Exponate

Mit Exponat 1 hat Prof. Dr.-Ing. Andreas M. Bächler vom Campus Horb der DHBW Stuttgart ein Vergleichs- und Verfügbarkeitsportal für Elektrokomponenten (cAIbinet) entwickelt. cAIbinet ist aus Ergebnissen verschiedener Studierendenprojekte entstanden und soll im Zuge eines Forschungsprojektes und/ oder Start-Ups weiterentwickelt werden. Mit dem Online-Portal können Millionen von Elektrokomponenten bei fast 100 Anbietern mit einem KI-Algorithmus auf Verfügbarkeit geprüft, beobachtet sowie deren Preise und Lieferzeiten verglichen werden. Der intuitive, digitale Prozess soll die Effizienz im industriellen Einkauf steigern, wie z.B. in der Branche des Schalt- und Steuerungsanlagenbaus oder des Elektrohandwerks. In weiteren Entwicklungsschritten soll das Portal zum plattformbasierten Online-Marktplatz für elektrotechnische Projekte erweitert und ein Online 3D Konfigurator für unterschiedliche Anwendungsfälle integriert werden.

Mit Exponat 2, hat das RaHM-Lab der DHBW Karlsruhe, gemeinsam mit der Universität Stuttgart, der ArtiMinds Robotics GmbH sowie der SHL AG einen innovativen Workflow zum autonomen Schleifen von Windradflügeln entwickelt. Das Projektteam um Prof. Marcus Strand, Silvan Müller und Florian Stöckl präsentiert mit RoboGrind eine innovative Lösung aus modernster Technologien wie 3D-Oberflächenaufnahmen, Algorithmen zur Schadenserkennung, 3D-Bahnplanung und hybride KI-Regelungstechnik. Auf diesem Weg soll ein kostengünstiger, effizienter und nachhaltiger Aufbereitungsprozess erreicht werden. Vor Ort können sich Besucher*innen im Rahmen von Live-Demonstrationen des Schleifprozesses selbst ein Bild von der Technik machen. Außerdem werden die Ergebnisse von Schleifversuchen präsentiert, bei denen die geplante Bahn bewertet und die Ausgangsparameter für das Schleifen bestimmt wurden. Das Exponat gibt auf diese Weise einen wertvollen Einblick in das Potenzial der autonomen Oberflächenwiederaufbereitung von Windturbinenblättern und dessen Auswirkungen auf eine nachhaltige Abfallwirtschaft.

Ein weiteres Exponat bildet in diesem Jahr das Swarm Lad der DHBW Mosbach. Hierzu forscht Prof. Dr. Carsten Müller am Campus Bad Mergentheim an schwarmbasierter Logistik. Im Vordergrund steht dabei in erster Linie Maschinelles Sehen als Schlüsseltechnologie, um autonomes Fahren sicher und zuverlässig betreiben zu können. Gefordert ist, dass die Fahrzeuge Objekte und Situationen erkennen und einschätzen können, um adäquate Entscheidungen zu treffen. Auf der Hannover Messe machen die Forscher*innen ihre Arbeit in Form eines Parcours mit flexibel platzierbaren Figuren und Verkehrszeichen erlebbar, auf dem ein intelligenter JetBot AI Roboter fährt. Leistungsfähige KI-Hardware und 3D-Kamerasysteme werden mit KI-Frameworks kombiniert, um Objekte bzw. Verkehrssituationen korrekt in Echtzeit zu klassifizieren und zu reagieren. Videos präsentieren zudem die Ergebnisse der kooperativen Forschung zum „Maschinellem Sehen“ der autonomen Lieferroboter unter Realbedingungen. Messebesucher*innen können außerdem die faszinierende Welt des Maschinellen Sehens in einer Live-Demo selbst erkunden, indem sie mit einer Kamera interagieren und auf einem Bildschirm verfolgen können, welche Gegenstände erkannt werden.

Die Exponate finden Sie in Halle 15, Stand A06 am Gemeinschaftsstand von Baden-Württemberg International.